
Ungefähr zehn Tage hab ich noch, dann wird sich zeigen, wie cool ich wirklich damit bin, dass sich die erste Stelle meines Lebensalters ändert und ich in die Gruppe derer aufsteige, die in dem Segment der Party-Senioren eingeordnet werden: Ü30.
Ob sich ansonsten viel ändern wird, weiß ich nicht, obwohl ich eine intensive Recherche in einschlägiger Literatur betrieben habe (z.B. Eat, Pray, Love: One Woman’s Search for Everything
, 30-something and Over it
und diverse Romane über spannende weibliche Charaktere).
Im Grunde habe ich das Gefühl, dass die Krise mit der 30 nicht anfängt, sondern dann endlich mal abgeschlossen ist. Denn, um ganz ehrlich zu sein, waren ja die 20er die anstrengendsten Jahre überhaupt. In diesem Jahrzehnt nabelt man sich ab, findet sich selbst und vor allem heraus, was man vom Leben eigentlich will. Und bemerkt nach und nach, dass man ganz alleine dafür verantwortlich ist. Also heißt es festlegen, wie man sein Leben verbringen will: Wie soll es aussehen? Wie soll ich aussehen? Will ich Familie? Karriere? Will ich eine jetsettende Wissenschaftlerin sein oder eine total alternative Links-außen-Aktivistin? Toughe Business-Frau oder IT-Girl? Und, Gott bewahre, vielleicht sogar Teil einer Beziehung? Einer echten? Nicht so einer, mit der man mal übt, bis was Spannenderes passiert? Wer bin ich und wie viele Versionen davon kann ich ausleben? Weiterlesen →