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		<title>Venus an Mars</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 18:46:39 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="100prozentASHA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg?w=100&#038;h=150" alt="(by Christina Körte)" width="100" height="150" /></a>Meinen Patensohn, den verstehe ich. Der kann zwar nicht jedes Wort aussprechen aber ich weiß immer genau, was er meint oder was er möchte. Er ist drei Jahre alt und sagt einem haargenau und in einfachen Imperativen, was er will und was nicht. Man kann sich prima darauf einstellen, muss ihm einfach nur seine Fußballschuhe anziehen, ihm eine Schokoreiswaffel oder einen Trinkjoghurt hinstellen, dann ist er glücklich und lacht dich an. Natürlich nur, wenn er mit dem Joghurt auch rumsauen darf.</p>
<p>Ich hoffe, das ist in 14 Jahren immer noch so, wenn er seine erste Freundin hat. <span id="more-374"></span>Dann hätte er eine Chance auf eine friedliche Beziehung: Diese simple Kommunikation, das einfache Glück, die ehrliche direkte Art gegenüber einer Frau wäre ein Schlüssel zum Verständnis der Geschlechter. Vielleicht gelänge ihm sogar der Schüssel zur Versöhnung der Geschlechter, der Schlüssel zum ewigen Glück!</p>
<p>Leider passiert zwischen 3 und 30 so viel Scheiß, und bevor man begriffen hat, was passiert ist, gibt es bis auf die Fußballschuhe keine Garantie auf ein Lächeln und wir Frauen stehen immer noch mit der blöden Reiswaffel in der Hand da und verstehen gar nichts mehr, denn er schwankt zwischen Angst und Übermut, Größenwahn und Komplexen, laut und leise, Liebe und Gleichgültigkeit.</p>
<p>Mann, glaube mir. Ich habe ein Herz für dich. Ich will dich verstehen. Aber manchmal habe ich das Gefühl, je älter ich werde, je mehr mich das Leben gelehrt hat, desto mehr verstehe ich, dass ich nichts verstehe. Und je mehr Männer ich kennen lerne, desto größer wird das Fragezeichen hinter dem Satz: Verstehst du ihn? Nicht aber die Größe des Fragezeichens ist einschüchternd, sondern die karge, gnadenlose Antwort nach dem Fragezeichen:</p>
<p>NEIN.</p>
<p>Ich wünschte, ich könnte dann einfach IHN fragen, was er denn meint, denkt, fühlt, will. Aber das kann er selbst meist auch nicht beantworten. Dann tut er mir leid. Aber ich mir auch.</p>
<p>Soll man verzweifeln, kämpfen oder loslassen? Ich will nicht verzweifeln und ich will auch nicht loslassen – aber was hat man von einem Kampf, der einen nur schwächt? Kämpfen, bis einer heult. Ja, genau das macht mein Patensohn auch immer. Damit geht der Scheiß wohl los, oder? Ich weiß auch nicht.</p>
<p>Versteht einer die Männer? Ja? Du? Dann ruf mich an. Bitte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/374/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/374/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=374&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Time To Say Goodbye</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 18:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>100prozentvictoria</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/88f57d2a01f743859442dd0dba9ca1c9" alt="" width="1" height="1" /><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2011/04/kaddeu_uog_3547.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-343 alignleft" title="by Karin Desmarowitz" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2011/04/kaddeu_uog_3547.jpg?w=150&#038;h=101" alt="" width="150" height="101" /></a>Normalerweise schleiche ich mich raus. Heimlich, still und leise. Ich verschwinde von Partys, aus Clubs und von Veranstaltungen ganz ohne die große Runde mit Händeschütteln und Floskeln, wenn&#8217;s geht sogar ohne Winken. Am liebsten gehe ich dann, wenn&#8217;s am schönsten ist und alle sich glänzend amüsieren. Am liebsten würde ich mich einfach unauffällig wegbeamen. Abschiede passen einfach nicht zu mir. Überfordern mich. Lassen mich hilflos und wortkarg werden. Lösen Fluchtgefühle aus. So leidenschaftlich und enthusiastisch ich beim Begrüßen bin, so sehr bereitet es mir Unbehagen, &#8222;Tschüß&#8220; zu sagen. Trennungen mag ich nicht. Ich will das Gefühl haben, dass Verbindungen bestehen bleiben. Ohne Unterbrechung.<span id="more-339"></span></p>
<p>Auch diesmal wollte ich mich verweigern. Einfach gehen und mich dann vom neuen Ort aus wieder melden. So tun, als wäre nichts passiert. Meine Freundinnen habe ich in den letzten Wochen des öfteren gestoppt, wenn sie emotional werden wollten. Habe gesagt, dass es ja sein kann, dass ich einfach nur ein paar Monate weg bin. Dass sie kein Drama veranstalten sollen. Dass ich ja nicht aus der Welt bin.</p>
<p>Deswegen wollte ich auch keine Abschiedsparty. Klang für mich wie Beerdigung. Aber, da ich ja diesmal nicht alleine gegangen bin, hatte ja noch wer ein Wörtchen mitzureden. Und nicht nur der Mensch, der mit mir den Atlantik überquert hat, sondern auch ein paar sehr gute Freunde, mit denen wir zwei Wochen vor Abflug zum Abendessen verabredet waren. Statt eines Essens gab es eine Überraschungsparty. Ich kam mir vor wie in einer Filmszene. Traurig war es noch nicht, weil wir noch 14 Tage und eine weitere Abschiedsparty vor uns hatten. Und außerdem war noch so viel zu organisieren, dass gar keine Zeit für Sentimentalitäten war. Bis die ersten Gäste sich von der letzten Party verabschiedet haben. Als zwei meiner besten Freunde gingen, öffneten sich die Dämme für die ersten Tränen. Und von da an hörte es nicht mehr auf, gipfelte in lautem Schluchzen als wunderbare Musiker (wie Stokeley van Daal, <a title="Love Newkirk" href="http://lovenewkirk.com/" target="_blank">Love Newkirk</a>, <a title="Nigel Asher @ Colourmusic" href="http://colourmusic.de/contact.html" target="_blank">Nigel Asher</a>, <a title="Latonius J. Earl auf Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/Latonius-J-Earl/107429232615631" target="_blank">Latonius Earl</a>) die Bühne betraten und für uns sangen. Ich war fertig. Und kriege immer noch feuchte Augen, wenn ich an den Abend denke. Und an die beiden Tage danach, die für die aller-aller-wichtigsten Menschen und die letzten nervigten Aufgaben und Erledigungen reserviert waren.</p>
<p>Ja, es stimmt, 6 Monate sind kurz und ich war in der Vergangenheit auch schon länger auf der Welt unterwegs. Doch auch, wenn ich mich hier in Kalifornien formal bei allem nur für 6 Monate festlege (Prepaid-Handy, Mietvertrag etc.), ist diesmal gar nicht klar, ob und wann ich wieder nach Deutschland zurückkehren werde. Das ist schön. Und macht mich traurig, wenn ich an die wundervollen Menschen denke, mit denen ich mein Leben geteilt und so viel aufgebaut habe. So glücklich wie im letzten Jahr war ich mit meinen Freundschaften noch nie. Dafür bin ich unendlich dankbar.</p>
<p>Aber das ist wohl der Lauf der Dinge. Man muss gehen, wenn&#8217;s am schönsten ist. Und nach dem herzlichen Abschied kommt bestimmt wieder eine herzliche Begrüßung. Irgendwo und irgendwann. Asha und Gitty haben ihre Besuche zumindest schon angekündigt&#8230;<br />
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/339/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=339&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bevor du gehst</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 15:05:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sie sagte, sie hasst Abschiede und wollte darum ihre letzte Party, die sie mit ihren Freunden und Bekannten in Altona feierte, wie einen ganz normalen Freitagabend aussehen lassen: zusammen sein, lachen, reden, Bier und Cuba Libre trinken. Keine Melancholie, keine &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2011/03/28/bevor-du-gehst/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=322&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="100prozentASHA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg?w=100&#038;h=150" alt="(by Christina Körte)" width="100" height="150" /></a>Sie sagte, sie hasst Abschiede und wollte darum ihre letzte Party, die sie mit ihren Freunden und Bekannten in Altona feierte, wie einen ganz normalen Freitagabend aussehen lassen: zusammen sein, lachen, reden, Bier und Cuba Libre trinken. Keine Melancholie, keine Abschiedshymne und keine Tränen. Natürlich ging das total in die Hose.<span id="more-322"></span>Es gab gleich mehrere Abschiedshymnen und ich sah, wie sie sich immer mal wieder mit einem Taschentuch die Tränen von den Wangen wischte. Der Rest von uns hatte aber Heulverbot. Ich saß auf dem Sofa und gab mir nach einem anstrengenden Tag große Mühe, nicht einzuschlafen. Also sah ich den Bands auf der Bühne zu, unterhielt mich mit <a href="http://www.pimpyourkarma.de/" target="_blank">Gitty</a> und Chris und hing meinen Gedanken nach. Mir taten die Leute leid, die sich schweren Herzens schon an dem Abend bei ihr verabschieden mussten. Ich hatte es gut. Ich konnte, als ich müde war, einfach gehen, denn ich wusste, dieser Freitagabend war nicht das letzte Mal, dass wir uns sehen würden. Am Sonntag vor der Abreise würde es den letzten gemeinsamen Kaffee geben.</p>
<p>Am Sonntag, als wir an unserem letzten gemeinsamen Kaffe schlürften, waren wir dann beide ungewöhnlich still. Normalerweise, wenn wir uns trafen, gab es immer noch etwas zu besprechen, der Kaffee wurde kalt und wir übertönten die italienischen Kaffeemaschinen mit dem ureigenen Lachen, das nur Skorpione lachen.</p>
<p>Jetzt hielten wir uns an die letzten organisatorischen Details: Wer bekommt den Briefkastenschlüssel? Wie ist die Adresse in San Francisco? Muss die Wohnung besenrein oder frisch renoviert übergeben werden? Und wer kümmert sich um die Post?</p>
<p>Ich weiß. Es ist alles halb so schlimm. Sie kommt ja in 6 Monaten wieder. Erst mal.</p>
<p>Aber seien wir ehrlich: Wenn jemand mit einem amerikanischen Pass nach San Francisco geht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zurückkommt, nicht besonders groß. Vielleicht, um ihre restlichen Sachen abzuholen.</p>
<p>San Francisco passt außerdem viel besser zu ihr als Hamburg. Dort gibt es Leute, die haben schon über dutzende von Bundesstaaten und den Atlantik hinweg erkannt, was in ihr steckt, während das verstaubte Hamburg ihr diverse Türen vor der Nase zugeschlagen hat. Warum sollte sie also wieder zurückkommen? Vom Wetter will ich erst gar nicht anfangen.</p>
<p>Die Kaffeemaschine röhrte, die Sonne schien uns ins Gesicht und wir sahen dem Treiben auf der Straße zu. Es war fast wie immer. Aber dann musste sie gehen. Ihre Wohnung fegen. Besenrein.</p>
<p>Ich wollte noch 10 Minuten mit ihr rausschlagen und brachte sie zum Bus. Und wir hielten uns beide super. Wenig Worte aber dafür auch keine Melancholie, keine Abschiedshymnen und keine Tränen. Den Gefallen wollte ich ihr tun. Eine letzte Umarmung, umdrehen und gehen. Das war der Plan.</p>
<p>Und dann hab ich einen dieser Fehler gemacht, bei denen man sich gegen seinen Kopf entscheidet und für die andere Stimme. Ich hab mich nach ihr umgedreht. Und da stand sie, neben ihrem schwarzen Koffer und sie winkte. Ihr Lächeln sah müde aus. Ich winkte zurück und lächeln wollte ich auch.</p>
<p>Das nenne ich gnadenloses Scheitern. Wenn man das Gegenteil von dem, was man sich vorgenommen hat, Punkt für Punkt abliefert: Melancholie, Abschiedshymnen und Tränen. Aber das muss eine Frau aushalten können und eine Freundin auch.</p>
<p>Hab eine wundervolle Zeit, Victoria!</p>
<p>Ich kümmere mich um die Post.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/322/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=322&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Blödes Winter-Wunderland!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 12:10:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich ist es euch ja auch schon längst aufgefallen, ist ja doch ziemlich offensichtlich. Trotzdem muss ich es nochmal deutlich sagen: es ist so kalt. Und ich hasse es! Nicht, dass ich &#8211; als ich im September braungebrannt und entspannt &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/11/27/blodes-winter-wunderland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=286&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/haus73-patrickmillerklein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-62" title="100prozentVICTORIA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/haus73-patrickmillerklein.jpg?w=150&#038;h=100" alt="by Patrick Miller" width="150" height="100" /><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/64254491de9f4647820c22f76c508176" alt="" width="1" height="1" /></a>Wahrscheinlich ist es euch ja auch schon längst aufgefallen, ist ja doch ziemlich offensichtlich. Trotzdem muss ich es nochmal deutlich sagen: es  ist <em>so</em> kalt. Und ich hasse es! Nicht, dass ich &#8211; als ich im September braungebrannt und entspannt aus dem Strandurlaub zurückkam &#8211; nicht versucht hätte, dem beginnenden  Herbst etwas Positives abzugewinnen. Ja, die Blätter verfärbten sich in wunderschönen Farben,  ja, ich freute mich auf meine kuscheligen Pullis, über meine neue Mütze  und auf Abende mit Tee und Kerzenschein in der Badewanne. Aber jetzt, ein paar Wochen,  nachdem der Wetter-Weltuntergang hier in Hamburg begonnen hat, finde ich  es unerträglich. Manchmal bin ich so über die Kälte empört, dass ich  losgehen und mich irgendwo beschweren will: “Das kann doch nicht euer  Ernst sein! Wer soll das denn aushalten!”<span id="more-286"></span></p>
<p>Und  zu der Kälte kommt ja auch noch dieses schwere Grau, das alles umgibt  und ungefähr 8 Stufen lebloser wirken lässt. Hamburg zeigt sich im Winter leider wirklich nicht von seiner besten Seite, da helfen noch nicht einmal die niedlichen Weihnachtsmärkte oder die Chance auf eine zugefrorene Alster.</p>
<p>Deswegen freue ich mich momentan schon, wenn ich auf Leinwänden Tageslicht entdecke: “Guck mal, das  Licht!”, sage ich regelmäßig bei CSI Miami oder &#8211; mehrmals und ganz besonders &#8211; in  dem tollen Film <a title="Trailer &quot;The Kids Are Alright&quot;" href="http://www.youtube.com/watch?v=DgwjTy_cohg" target="_blank">The Kids Are All Right</a>, den ich vorletzte Woche in der <a title="Hamburg Sneak Preview" href="http://www.mysneak.de/" target="_blank">Sneak Preview</a> erwischt habe. Da ist dann der Beweis! Es gibt also noch Sonne auf diesem Planeten! Aber, ob ich will oder nicht, muss ich den Winter hier überstehen. Und es ist mir noch nie so schwer gefallen.<br />
Deswegen brauche ich etwas Drastischeres als  Ingwertee und Wollsocken. Viel fällt mir da allerdings nicht ein. Das Naheliegende, bzw. der Naheliegende, eignet sich leider nicht besonders gut als Wärmequelle. Seine Hände und Füße verwandeln sich bei unter 23 Grad Raumtemperatur in Windeseile zu Eisblöcken. Und vor Kurzem hat er mir sogar noch meine Wärmflasche geklaut (obwohl sie pink und mit einem gestickten Engel geschmückt ist und einen gelben Kuschelstern an einer Schnur hängen hat).</p>
<p>Zu meinem Notfallset gehört jetzt ein guter fettiger Lippenpflegestift, Stulpen (unter den Hosen über den Knien) und gefütterte Leggins. Und die gute afrikanische Shea-Butter, die meine Haut zumindest zeitweise vor dem Platzen und Abbröseln bewahrt. Macht das alles nicht besser, aber hilft mir dabei, die Zeit zu überbrücken, bis eine wirkliche Lösung in Sicht ist. Und die habe ich gefunden:<br />
Ich düse ab nach Kalifornien! Darauf muss ich jetzt zwar auch noch vier Monate warten, aber ich weiß, da ist Licht am Ende des Tunnels! Licht und Wasser und noch  höhere Mieten als hier in der Hansestadt.</p>
<p>Und, da sich bei meinem Naheliegenden bei einer Raumtemperatur von über 25 Grad nicht nur die Laune verbessert, sondern auch alle Körperteile wieder funktionstüchtig sind, werden wir den Hamburger Winter sicherlich nicht sonderlich vermissen&#8230;<br />
<a href="http://flattr.com/thing/165548/100-Prozent-Frau-Blodes-Winter-Wunderland" target="_blank"><br />
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		<title>2 x 37 Grad unter der Bettdecke</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>100prozentasha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich kann den Winter nicht ausstehen. Nicht nur, weil das sonnenlose Grau mir aufs Gemüt drückt, sondern vor allem, weil mir die Kälte in jede Zelle kriecht und so meine Vitalfunktionen stark einschränkt – ich kann nicht klar denken, keine &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/11/27/2-x-37-grad-unter-der-bettdecke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=274&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="100prozentASHA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg?w=100&#038;h=150" alt="(by Christina Körte)" width="100" height="150" /></a>Ich kann den Winter nicht ausstehen. Nicht nur, weil das sonnenlose Grau mir aufs Gemüt drückt, sondern vor allem, weil mir die Kälte in jede Zelle kriecht und so meine Vitalfunktionen stark einschränkt – ich kann nicht klar denken, keine logischen Zusammenhänge nachvollziehen, ich sehe Dinge, die es nicht gibt aber die Realität übersehe ich und meine Körpertemperatur will sich der Außentemperatur anpassen.</p>
<p>Jahrelang bin ich darum im Winter zuhause geblieben. Ich habe aus dem Fenster auf die Straße geschaut und mit den Leuten Mitleid gehabt, die vor die Tür mussten. Dann waren die süßen Jahre vorbei und auch ich musste im Winter auf die Straße und auf den Spielplatz.</p>
<p>Ich wollte und musste nun der Kälte trotzen und habe ihr den Kampf angesagt:</p>
<p><span id="more-274"></span>Es gab die Australischen <em>Ugg Boots</em> als Hausschuhe, eine gesteppte Daunenjacke als Bademantel und für draußen einen Parker mit US-Militär-Ausstattung (Qualitätsmerkmal: „for EXTREME cold weather“) und Lammfellstiefel eines britischen Traditionshauses mit zwei Zentimeter dicken Gummisohlen. Damit kommt man prima durch den Hamburger Schneematsch.</p>
<p>Ich habe mir diesen ganzen Kram gekauft aber mir ist immer noch kalt.</p>
<p>Ich versuche es mit Yogi Tee. Im Topf 20 Minuten köcheln lassen, Milch und Honig dazu und außerdem einen Lebkuchen. Oder auch drei. Das muntert mich auf und wärmt die Hände. Aber die Füße an die Tasse zu pressen, ist einfach schlechter Stil. Das mache ich nicht. Deswegen mache ich Fußbäder. Danach mit Wollsocken ins Bett. Das geht. Aber wie soll ich denn mein Bett zur Arbeit transportieren?</p>
<p>Die Sauna hilft auch. Da ist es wirklich immer schön mollig warm. Herrlich. Aber nach einigen Minuten muss man da ja auch wieder raus. Besonders Kreislaufgestörte. (Wenigstens kippe ich nicht mehr bewusstlos in der Sauna um.)</p>
<p>Man kann alles drehen und wenden wie man will. Es gibt kein gutes Rezept gegen den Winter, sondern nur eine Lösung: den Sommer.</p>
<p>Nichts wärmt besser als der Sommer. Gut. Eine andere Sache gibt es da. Aber ich weiß, dass die Verfasser und Verehrer von Erziehungsratgebern auf die Barrikaden gehen werden&#8230; Ich verrate es euch trotzdem:</p>
<p>Wenn meine Tochter mich fragt, ob sie bei mir im Bett schlafen darf, dann ist das für mich ein Segen. Jedenfalls im Winter: „Ja, natürlich darfst du bei mir im Bett schlafen, Schatz. Wenn es unbedingt sein muss und du sonst Albträume hast&#8230;.“ Denn es geht doch nichts über 2 mal 37 Grad unter der Bettdecke. Das ist genauso mollig warm wie in der Sauna, hat aber den Vorteil, dass man ein Buch lesen und dabei sorglos einschlafen kann. Doch während ich diese Wärme unter der Decke insgeheim genieße und meiner Tochter beim Schlafen zusehe (wenn sie schlafen, sehen alle Kinder aus wie Engel, auch wenn sie sich tagsüber wie Chucky benommen haben), muss ich daran denken, was für eine verdammt harte Arbeit es war, meinem Kind vor über zehn Jahren das Schlafen im eigenen Bett beizubringen. Diverse Schlafratgeber lagen auf meinem Nachttisch mit vielversprechenden Titeln wie <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3774274096/ref=s9_simh_gw_p14_d2_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=0FX87P9PE2JH02ARYM9Q&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128" target="_blank">Jedes Kind kann schlafen lernen</a></em>, <a href="http://www.amazon.de/Einschlafen-Kinderspiel-Schlafstörungen-Kindes-verstehen/dp/3491401119/ref=pd_sim_b_9" target="_blank">Eins</a><em><a href="http://www.amazon.de/Einschlafen-Kinderspiel-Schlafstörungen-Kindes-verstehen/dp/3491401119/ref=pd_sim_b_9" target="_blank">chlafen (k)ein Kinderspiel</a></em>, <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3817469004/ref=s9_simh_gw_p14_d0_i4?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=1D4BM4R5MS3SRP6JHTC3&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128" target="_blank">Ein- und Durchschlafen: Ruhig durch die Nacht</a> </em>&#8230; Ihr versteht schon.</p>
<p>Auch diese Ratgeber konnte ich nicht ausstehen, weil sie von Eltern eine Konsequenz erwarten, die herzzerreißend ist: Das Baby schreien lassen. Es nicht auf den Arm nehmen. Es ignorieren, nicht beachten – es wird sich müde weinen.</p>
<p>Hilfe! Was ist denn bloß aus unserem abendländischen <a href="http://www.amazon.de/Über-das-Mitleid-Arthur-Schopenhauer/dp/3423342501/ref=pd_bxgy_b_text_b" target="_blank">Wert des Mitleids</a> geworden, der doch sowohl im Hinblick auf Ethik und Moral als auch in der Psychologie als Tugend verstanden wird? Schlafratgeber sind krasse Werte-Zersetzer. Wer hätte das geahnt!? Glücklicherweise hat das Durchschlafen dann auch ohne die Bücher funktioniert (ging vor deren Veröffentlichung ja auch gut). Mein Kind schlief durch und das im eigenen Bett.</p>
<p>Und immer im Winter, wenn es wieder so kalt ist, dass weder Daunen noch Lammfell mich wärmen können, sondern nur meine Tochter, dann frage ich mich, ob es nicht vielleicht auch einen Schlafratgeber für Kinder gibt: <em>Wie deine Mama ganz alleine einschlafen kann.</em> (Zeig ihr einen Vogel und lass sie frieren. Die soll sich eine extra Bettdecke und ‘ne Wärmflasche besorgen, die alte Frostbeule!) Herausgeber: Die Minderjährige Befreiungsfront.</p>
<p>Ich hoffe, mein Kind hat dann Mitleid mit mir.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/274/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=274&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Staub auf der 30</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 20:06:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kurz vor meinem 12. Geburtstag zogen wir um. Die Nachbarn in der Wohnung unter uns waren ein Paar, beide waren Künstler und nebenberuflich unterrichteten sie. Obwohl sie Lehrer waren – das erstaunte mich doch sehr – waren sie kinderlieb, freundlich &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/11/01/staub-auf-der-30/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=267&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="100prozentASHA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg?w=100&#038;h=150" alt="(by Christina Körte)" width="100" height="150" /></a>Kurz vor meinem 12. Geburtstag zogen wir um. Die Nachbarn in der Wohnung unter uns waren ein Paar, beide waren Künstler und nebenberuflich unterrichteten sie. Obwohl sie Lehrer waren – das erstaunte mich doch sehr – waren sie kinderlieb, freundlich und jung. Ich mochte sie vom ersten Moment an. Als ich erfuhr, dass beide schon 30 Jahre alt waren, erschütterte mich das bis ins Mark: <span id="more-267"></span>30? Wie können die schon 30 sein? Die sind doch noch gar nicht alt?! Und dann legte ich die kleine Stirn in Falten und fragte mich, ob vielleicht alle 30-Jährigen so seien – jung. Von da an hatte ich ein neues Bild von 30-Jährigen im Kopf: Mit 30 hat man noch keine grauen Haare und auch noch keinen Gehwagen. Ich war erfüllt von der Gewissheit, dass ich mit 30 noch Spaß am Leben haben könnte. Durch diesen heilsamen Gedanken kam ich schnell über den Schock hinweg und konnte mich wieder auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren: Markus und Dennis aus der 8. Klasse, meine beste Freundin und <em>Wham!</em>.</p>
<p>Was für andere die bedrohliche 30 ist, war für mich dann die 20. Noch ein Mal 20 sein? Bitte nicht! Denn am Abend vor meinem 20. Geburtstag rief ich heulend meinen Freund an, der sich mein depressives Jammern anhörte und mir versicherte, ich sei nicht alt. Ich rotzte in meine Taschentücher und fand es süß, dass er log, nur um mich zu trösten.</p>
<p>Als die 30 kam, war das Bild von glücklichen 30-Jährigen verblasst und mein Leben ein Scherbenhaufen. Ich hatte weder die Energie noch die Zeit mich mit Nichtigkeiten wie dem Altern zu befassen oder ob ich denn schon da sei, wo man mit 30 sein sollte. Wo sollte dass denn eigentlich sein? Hoffentlich nicht da, wo ich gerade war: Knietief in der Scheiße. Niemand konnte mir (übrigens bis heute) glaubhaft und ohne Zweifel erklären, was denn auf dieser sagenumwobenen Liste steht: Die Liste mit den Punkten, die man mit 30 erreicht und erledigt haben sollte.</p>
<p>Heute bin ich zum 2. Mal 35 Jahre alt und die große 30 ist weit weg. Ist es wirklich alles schon so lange her? Nein. Aber es fühlt sich an wie eine ganz andere Welt. Dazu kommt, dass man die Zeit anders fühlt, wenn man ein Kind hat. Man erkennt ihren Wert. Man fühlt, dass man die Zeit nicht festhalten kann, dass nichts stillsteht.</p>
<p>Super, denn für Stillstand bin ich nicht bereit. Ich will auch keine Jahre zählen, sondern leben. Aber wie kann man das Leben mit Leidenschaft leben, wenn man ständig Angst hat – Angst vor Veränderung, Angst vor dem Älterwerden, Angst vor der Veränderung durch das Älterwerden&#8230; Angst ist, was uns wirklich alt macht – nicht unsere Falten oder die ersten weißen Haare. Also rein da ins Leben! Wer will schon seine Zeit verschwenden, indem er eine Liste sucht mit Punkten, die man angeblich mit 30 erreicht und erledigt haben sollte? Vielleicht liegt die unterm Arsch von Donald Duck auf Wolke 28b. Was dann?</p>
<p style="text-align:center;"><em>Life is what happens to you while you‘re busy making other plans.</em></p>
<p style="text-align:right;"><em> (John Lennon)</em></p>
<p>..und das Leben will ich auf keinen Fall verpassen! HAPPY BIRTHDAY!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/267/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=267&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>30 ist das neue Schwarz!</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 07:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>100prozentvictoria</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ungefähr zehn Tage hab ich noch, dann wird sich zeigen, wie cool ich wirklich damit bin, dass sich die erste Stelle meines Lebensalters ändert und ich in die Gruppe derer aufsteige, die in dem Segment der Party-Senioren eingeordnet werden: Ü30. &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/10/25/30-ist-das-neue-schwarz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=221&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/3651ed7b2e8c4289ba08fe3923bf3d59" alt="" width="1" height="1" /><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/haus73-patrickmillerklein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-62" title="100prozentVICTORIA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/haus73-patrickmillerklein.jpg?w=150&#038;h=100" alt="by Patrick Miller" width="150" height="100" /></a>Ungefähr zehn Tage hab ich noch, dann wird sich zeigen, wie cool ich <em>wirklich</em> damit bin, dass sich die erste Stelle meines Lebensalters ändert und ich in  die Gruppe derer aufsteige, die in dem Segment der Party-Senioren eingeordnet werden: Ü30.</p>
<p>Ob  sich ansonsten viel ändern wird, weiß ich nicht, obwohl ich eine intensive  Recherche in einschlägiger Literatur betrieben habe (z.B. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0747589356?ie=UTF8&amp;tag=b03d4-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0747589356">Eat, Pray, Love: One Woman&#8217;s Search for Everything</a><img class=" dggwxkbjeolfqcpvfmxn dggwxkbjeolfqcpvfmxn" style="border:none!important;margin:0!important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=b03d4-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0747589356" border="0" alt="" width="1" height="1" />, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1845964462?ie=UTF8&amp;tag=b03d4-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1845964462">30-something and Over it</a><img class=" dggwxkbjeolfqcpvfmxn dggwxkbjeolfqcpvfmxn" style="border:none!important;margin:0!important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=b03d4-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1845964462" border="0" alt="" width="1" height="1" /> und diverse Romane über spannende weibliche Charaktere).</p>
<p>Im  Grunde habe ich das Gefühl, dass die Krise mit der 30 nicht anfängt,  sondern dann endlich mal abgeschlossen ist. Denn, um ganz ehrlich zu sein,  waren ja die 20er die anstrengendsten Jahre überhaupt. In diesem Jahrzehnt nabelt man sich ab, findet sich selbst und vor allem  heraus, was man vom Leben eigentlich will. Und bemerkt nach und nach,  dass man ganz alleine dafür verantwortlich ist. Also heißt es festlegen,  wie man sein Leben verbringen will: Wie soll es aussehen? Wie soll ich  aussehen? Will ich Familie? Karriere? Will ich eine jetsettende  Wissenschaftlerin sein oder eine total alternative  Links-außen-Aktivistin? Toughe Business-Frau oder <a title="victoriarobinson.de" href="http://victoriarobinson.de/?p=281" target="_blank">IT-Girl</a>? Und, Gott  bewahre,  vielleicht sogar Teil einer Beziehung? Einer echten? Nicht so  einer, mit der man mal übt, bis was Spannenderes passiert? Wer bin ich  und wie viele Versionen davon kann ich ausleben?<span id="more-221"></span></p>
<p>Meine  große Krise hatte ich um die 26. Das war nämlich mein festgelegtes  Alter für die großen privaten Dinger. Das kam, weil meine Oma  eine Aussteuer-Versicherung für mich abgeschlossen hatte, die ausbezahlt  werden sollte, wenn ich 26 werde oder vorher heirate. Damals war ich  etwa 11 Jahre alt und die Zahl “26” geisterte seitdem in meinem Hirn.  Als die 26 kam, waren Ehemann und Kindesvater nicht in Sicht, erst recht  nicht in einer Person und mir stellte sich die Frage, ob ich mit der  ganzen ehrgeizigen Arbeiterei nicht die falschen Prioritäten gesetzt  hatte. Die Versicherung hatte meine Oma übrigens wieder gekündigt, insofern wurde ich auch nicht mit einer dicken Überweisung dafür belohnt, dass ich so lang als Single durchgehalten hatte.</p>
<p>Heute  weiß ich, dass jeder Schritt &#8211; und auch jeder Fehltritt &#8211; dazu gehörte  und mich an diesen Punkt gebracht hat, an dem ich jetzt so viel klarer,  entspannter und zuversichtlicher bin als jemals zuvor. Das geht zum  Beispiel, weil ich einige Dinge ausprobiert habe und jetzt weiß,  dass  sie hoffnungslos überbewertet sind:</p>
<ul>
<li> beim Fernsehen arbeiten</li>
<li>Promis daten</li>
<li><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Fentity%2FVictoria-B.-Robinson%2FB0045AYS72%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Dntt_athr_dp_pel_1&amp;site-redirect=de&amp;tag=b03d4-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Bücher schreiben</a><img class=" dggwxkbjeolfqcpvfmxn dggwxkbjeolfqcpvfmxn" style="border:none!important;margin:0!important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=b03d4-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /></li>
<li>auf Bühnen stehen</li>
<li><a title="Interview zu &quot;111 Gründe, Männer zu lieben&quot;" href="http://victoriarobinson.de/?p=94" target="_blank">auf Titelseiten erscheinen</a></li>
<li>mit dickem Gehalt und BahnCard First fest angestellt sein</li>
</ul>
<p>Kann  man alles machen, aber man kann damit keine Lücken füllen. Das geht  anders. Und heute weiß ich wie. Und freue mich auf die neue Stufe, die  ich in ein paar Tagen erreiche. Und nein, vorher muss ich nicht noch  viele wilde Sachen unternehmen und nochmal die Sau rauslassen. Vorher muss ich Pläne machen. Zum Beispiel  für meine nächsten Bücher und die großen privaten Dinge. Und für meine Geburtstags-Garderobe. Wobei der Style ja keine Frage mehr  ist, denn 30 ist das neue Schwarz!<br />
Aber  selbst, wenn es wider Erwarten in zehn Tagen doof werden sollte, kann  ich mich trösten: mit 31 werde ich nämlich viel schöner: <a title="Frauenzimmer: Beauty-Alter" href="http://www.frauenzimmer.de/cms/html/de/pub/mode-beauty/2010-07/beauty-alter-frauen-mit-31.phtml" target="_blank">klick</a>!<br />
<a href="http://flattr.com/thing/165549/100-Prozent-Frau-30-ist-das-neue-Schwarz" target="_blank"><br />
<img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/221/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=221&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Essen, beten, lieben</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 19:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>100prozentasha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der letzte Dienstag war ein langer Tag. Nach acht Stunden konzentrierter Kopfarbeit gab es dann auch noch ein Überlängenprogramm im Streit‘s. Ja, genau. Wir haben sie gesehen, die heiß erwartete Verfilmung von Elizabeth Gilberts Memoir &#8222;Eat, Pray, Love&#8220;. Natürlich kann &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/10/20/essen-beten-lieben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=208&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="100prozentASHA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg?w=100&#038;h=150" alt="(by Christina Körte)" width="100" height="150" /></a>Der letzte Dienstag war ein langer Tag. Nach acht Stunden konzentrierter Kopfarbeit gab es dann auch noch ein Überlängenprogramm im Streit‘s. Ja, genau. Wir haben sie gesehen, die heiß erwartete Verfilmung von <a href="http://www.elizabethgilbert.com" target="_blank">Elizabeth Gilberts </a><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Memoir" target="_blank">Memoir</a> &#8222;Eat, Pray, Love&#8220;. Natürlich kann kein Regisseur in zweieinhalb Stunden einfangen, was Gilbert uns Abend für Abend als Gutenachtlektüre aufs Papier gezaubert hat. Machen wir uns nichts vor: Buch ist Buch. Aber statt einer Filmkritik (da reicht ein Satz: &#8222;Okay, Mädels, kann man machen, ohne dass es weh tut&#8220;) schwebten mir verschiedene Gedanken zu den existenziellen Begriffen, die Gilbert da mal eben so in einem einzigen Buchtitel vereint hat. Eat. Pray. Love. Ich meine, dass sind große, ganz große Worte der Kategorie Hass, Freiheit, Ewigkeit und so. Da hat sie sich ja ganz schön aus‘m Fenster gehängt (oder gelehnt?).</p>
<p>Was Gilberts Erfahrungen beim Essen, Beten und Lieben sind, ist bestimmt nicht langweilig, aber viel wichtiger ist doch, was diese Dinge mit und in <em>uns</em> machen. Was haben <em>wir</em> davon?<span id="more-208"></span></p>
<p>Essen. Herrlich. Übers Essen kann ich lange und viel reden und auch schreiben (eine Kostprobe gibt es übrigens in der aktuellen Ausgabe von <a href="http://www.szene-hamburg.de/webshop/essen-und-trinken/" target="_blank">&#8222;Szene Hamburg Essen und Trinken&#8220;</a> 2010/2011). Um es kurz zu machen: Essen macht satt, glücklich und verursacht unterschiedliche Erinnerungen und Darmreaktionen. Essen hat also ganz klar eine körperliche aber auch eine emotionale Dimension. Und es ist genau diese emotionale Dimension, die uns dick macht. Schwör‘ ich euch.</p>
<p>Was ist mit dem Beten? Beten oder meditieren kann uns Gott oder dem Höheren Ich näher bringen oder aber auch dazu führen, dass wir in andere Sphären abtauchen, unser Puls langsamer wird und wir anfangen zu schnarchen oder zu weinen oder endlich begreifen, was gut für uns ist. Das Beten hat also außer der spirituellen noch eine körperliche Dimension. Super. Hier haben wir die einfachste Art, uns vor Zivilisationskrankheiten zu schützen und das für sensationelle 0, 00 Euro.</p>
<p>Tja. Und hier würde ich am liebsten aufhören und ins Bett gehen. War mal wieder ein langer Tag, wisst ihr?! Gut. Ich kann euch nichts vormachen. Ja, ich drücke mich. Aber Liebe! Ich bitte euch! Liebe! Kann es denn nicht etwas Greifbares sein? Wie zum Beispiel eine Abhandlung über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grundlegung_zur_Metaphysik_der_Sitten" target="_blank">Metaphysik der Sitten</a> oder vielleicht soll ich euch erklären, was <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse" target="_blank">Herbert Marcuse</a> über den Zusammenhang von menschlicher Treibstruktur und Gesellschaft dachte. Auch immer schön sind einige Gedanken über die normative Kraft des Faktischen oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4tstheorie" target="_blank">Relativitätstheorie</a>. Aber Liebe? Sorry, ey. Das ist mir ‘ne Nummer zu groß. Echt jetzt. Oh, und spät ist es auch. Ich muss ins Bett. Morgen ist wieder ein langer Tag. Gute Nacht, ihr Lieben. Gute Nacht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/100prozentfrau.wordpress.com/208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/100prozentfrau.wordpress.com/208/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=208&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Verliebt, verlobt und manchmal auch verheiratet</title>
		<link>http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/09/16/verliebt-verlobt-und-manchmal-auch-verheiratet/</link>
		<comments>http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/09/16/verliebt-verlobt-und-manchmal-auch-verheiratet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 10:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>100prozentvictoria</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verlobt war ich schon als Teenie. Immer wieder. Hab noch immer ein paar der Ringe, die damals das Glück besiegeln sollten. Ich sagte gerührt &#8222;ja&#8220;, trug die Dinger mit Stolz &#8211; und hätte hundertprozentig gekniffen, wenn es tatsächlich ernst geworden &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/09/16/verliebt-verlobt-und-manchmal-auch-verheiratet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=168&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/haus73-patrickmillerklein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-62" title="100prozentVICTORIA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/haus73-patrickmillerklein.jpg?w=150&#038;h=100" alt="by Patrick Miller" width="150" height="100" /></a>Verlobt war ich schon als Teenie. Immer wieder. Hab noch immer ein paar der Ringe, die damals das Glück besiegeln sollten. Ich sagte gerührt &#8222;ja&#8220;, trug die Dinger mit Stolz &#8211; und hätte hundertprozentig gekniffen, wenn es tatsächlich ernst geworden wäre. Heute würde ich nicht mehr so leichtfertig mit diesen Themen umgehen (und das nicht erst, seit ich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1408805766?ie=UTF8&amp;tag=vbr-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1408805766">Committed: A Sceptic Makes Peace With Marriage</a><img style="border:none!important;margin:0!important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=vbr-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1408805766" border="0" alt="" width="1" height="1" /> gelesen habe und weiß, dass Frauen durch die Ehe &#8211; ganz im Gegensatz zu Männern &#8211; in fast allen Lebensbereichen verlieren. Die Autorin Elizabeth Gilbert beschreibt das in diesem <a title="Elizabeth Gilbert @ Bonnie Hunt Show" href="http://www.facebook.com/video/video.php?v=281152712423" target="_blank">Video</a>).<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/a48093d9317e4629ae8d1c9b392654f2" alt="" width="1" height="1" /><span id="more-168"></span></p>
<p>Gerade hatte ich einen Monat lang Zeit, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich war nämlich auf einer Reise in einem sehr religiösen Land, in dem es &#8211; in jedem Fall außerhalb der Großstädte &#8211; nicht üblich oder auch nur möglich ist, eine &#8222;Beziehung&#8220; zu haben. Dort lernt man sich kennen, verhandelt und heiratet. Aus Respekt vor den lokalen Moralvorstellungen mussten wir uns also zumindest verloben. Zumindest offiziell. Auf getrennte Schlafzimmer hatten wir nämlich eher wenig Lust.</p>
<p>Wobei auch das offizielle Verloben wenig Sinn machte. Dort reicht es nämlich aus, vor Zeugen die Heiratsabsichten zu bekunden, um eine Ehe zu begründen. Da ist der Gang zum Standesamt also nur eine Formalie, die lang nicht so bedeutend ist, wie die Zustimmung der Schwiegermutter (dazu, dass die Braut in ihre Familie eintritt) und des Brautvaters (dazu, dass die Tochter die Familie verlässt, oftmals gegen &#8222;Geschenke&#8220;  in Form von Bargeld und Kühen). Seine Mutter und mein Vater scheinen nichts gegen unsere Verbindung zu haben, insofern wurden wir dort nicht nur verlobt, sondern im gleichen Aufwasch auch verheiratet.</p>
<p>Was dort natürlich in meinem Alter mehr als angemessen ist. Ich erfuhr, dass man sich bei unverheirateten Frauen über 20 (hierzulande würde ich die meisten eher als &#8222;Mädchen&#8220; bezeichnen), ernsthaft Sorgen über ihre Zukunft machen müsse. Wer will denn auch eine Frau über 20?</p>
<p>Ich werde vor meiner ersten Hochzeit &#8211; und meinem ersten Kind &#8211; über 30 sein. Und darüber bin ich ziemlich froh. Ich bin froh über die Zeit, die ich hatte,  um herauszufinden, was mir in einer Partnerschaft wichtig ist. Was die Dealbreaker sind und was ich unbedingt haben muss. Die Statistik gibt mir recht: Ehen, die unter sehr jungen Menschen geschlossen werden, scheitern in extremen Raten. Je älter und gebildeter die Beteiligten, desto eher hat die ganze Sache eine langfristige Chance.</p>
<p>Heute glaube ich, entscheiden zu können, auf wen ich mich einlassen will. In dem Wissen, dass nichts auf der Welt unendlich ist, würde ich heute nicht nur &#8222;ja&#8220; sagen, sondern auch ernst machen. Aber weil ich heute eben auch weiß, dass so eine Formalität Liebe nicht konservieren kann, ist es völlig in Ordnung, nur in anderen Teilen der Welt in diese Rollen zu schlüpfen. So sind wir mal verlobt, mal verheiratet und immer wieder tierisch verliebt.</p>
<p>Und was wir uns gegeseitig versprechen,  wird sowieso nicht offiziell verkündet. Das flüstern wir uns zu. Und ich für meinen Teil bin längst 100 Prozent verheiratet!<br />
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		<title>Ein bisschen schwanger gibt es nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 07:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>100prozentasha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich meiner Familie und meinen Freunden sagte: „Ich bin schwanger“, gab es Reaktionen, mit denen war es schwieriger umzugehen als mit den beiden Streifen auf dem Schwangerschaftstest. Meine eigenen emotionalen Ausbrüche waren nichts im Vergleich zu dem, was meine &#8230; <a href="http://100prozentfrau.wordpress.com/2010/08/19/ein-bisschen-schwanger-gibt-es-nicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=100prozentfrau.wordpress.com&amp;blog=14848074&amp;post=150&amp;subd=100prozentfrau&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="100prozentASHA" src="http://100prozentfrau.files.wordpress.com/2010/07/img_3299.jpg?w=100&#038;h=150" alt="(by Christina Körte)" width="100" height="150" /></a>Als ich meiner Familie und meinen Freunden sagte: „Ich bin schwanger“, gab es Reaktionen, mit denen war es schwieriger umzugehen als mit den beiden Streifen auf dem Schwangerschaftstest. Meine eigenen emotionalen Ausbrüche waren nichts im Vergleich zu dem, was meine Lieben und Liebsten zu bieten hatten: <span id="more-150"></span>„Du ruinierst dein Leben!“ oder „Was? Du bist schwanger? Dann ändert sich jetzt mein ganzes Leben!“ oder sie sagten nichts und es flossen nur Freudentränen. Als sich die anderen beruhigt hatten, konnte ich mich mit meiner Schwangerschaft beschäftigen. Spätestens nachdem man sich das 5. Mal übergeben hat merkt man: Schwanger zu sein ist ein spektakulärer Zustand. Wenn man sich nach dem ersten Realitäts-Check selbst beruhigt hat („Millionen, Milliarden – ach, was rede ich denn – Trillionen von Frauen haben das schon durchgemacht und die meisten haben es überlebt!“), durchlebt man die verschiedenen Aspekte dieser Naturgewalt, an denen keine Schwangere vorbeikommt, z.B. den Hormonnebel im Kopf (wenn man fürs Wochenende an den Strand fährt und den Bikini vergisst), das Körperchaos (wenn man beim Einkaufen bewusstlos wird), die Körperausdehnung (wie soll man denn nachts schlafen, wenn man mit der zappelnden Kugel und 20 Liter Wassereinlagerungen nicht liegen kann??) oder die daraus resultierenden Outfits (BH, Latzhose und Flip-Flops!). Ach ja, und dann sind da noch Ärzte und Hebammen, die einem regelmäßig zwischen den Beinen rumfummeln. Es gibt witzigere Events&#8230;. Doch das sind alles nur Randerscheinungen.</p>
<p>Denn das Einschneidende am Schwangersein ist ja, dass man Mutter wird. Und ich wage die These: Wer das erste Mal schwanger ist, hat keinen blanken Schimmer davon, was tatsächlich auf sie zukommt. Ich dachte: „Tja, dann sind wir in einigen Monaten eben zu dritt.“ Wie putzig&#8230;. Doch dann gab es einen Moment, als ich im 8. Monat schwanger war, der mir eine Ahnung davon gab, was es bedeutet, Mutter zu werden und zu sein. Es war eine simple Szene im Alltag einer Schwangeren.</p>
<p>Ich stand an der Kasse einer Drogerie und legte meine zukünftigen Arbeitswerkzeuge auf das Band: Neugeborenen-Windeln, Trinkflaschen, Schnuller, Wundsalbe und Wischtücher. Mein Bauch war nicht zu übersehen, also wusste die Kassiererin sofort, was Sache ist: „Wann ist es denn soweit?“ Die Frage hört man als Schwangere jeden Tag von wildfremden Leuten, also war das erstmal nichts Besonderes. Ich antwortete brav: „Noch 4 Wochen.“ Sie lächelte und nickte verständnisvoll: „Meiner hatte immer Verstopfung. Karotten.“ Die Schlange wurde länger aber sie schien es nicht eilig zu haben. Ich nickte und sie setzte noch einen drauf: „Aber die Brust hat ihm ja nicht gereicht. Ich musste schon nach ein paar Wochen zufüttern. Ein Brummer war das!“ Ich nickte wieder. Was weiß ich denn, was „zufüttern“ bedeutet? „Mit 10 Monaten wollte der schon laufen!“ Ich kombinierte, dass das wohl ziemlich früh sein muss und nickte wieder. Ich lächelte und sie lächelte auch. Aber sie lächelte mich nicht an. Sie lächelte, weil die Erinnerungen wach wurden. Sie hatte viele graue Haare und ihre Falten um die Augen waren auch schon einige Jahre da. Wie alt sie wohl ist, hab ich mich gefragt. Aber viele Frauen werden ja erst spät Mutter. Bis zu den Wechseljahren ist noch alles drin. Dass sie schon wieder an der Kasse saß und arbeitete, fand ich beachtlich. Könnte ich mein Baby schon so früh abgeben? Ich fragte schüchtern: „Wie alt ist denn ihr Sohn jetzt?“ Sie sah mich an und antwortete: „34.“ Ich fragte: „34 Monate?“ und sie sagte: „Nein. 34 Jahre.“ Ich bezahlte, und sie wünschte mir alles Gute für die Geburt. Als ich den Laden verließ, musste ich grinsen und dachte: So sind manche Leute. Die leben in der Vergangenheit, halten sie fest und können nicht loslassen. Ich werde bestimmt nicht so. Ich freue mich immer auf das Neue, das kommt.</p>
<p>Abends im Bett trat mein Baby gegen meinen Bauch und ich konnte seinen Fußabdruck sehen. Ich drückte mit meiner Hand an den Bauch, dorthin, wo der Fuß drückte und das Baby wurde ruhig. Ich dachte wieder an die Kassiererin und dann packten mich plötzlich ein Gedanke und die Panik: Die Kassiererin lebte nicht in der Vergangenheit. Es war etwas Anderes. Etwas, das ich noch nicht kannte, weil ich noch schwanger war und keine Mutter. Und bei mir wird es genauso sein. Genauso wie bei der Kassiererin und den anderen Trilliarden Frauen vor mir. Schwanger sein verändert zwar für neun Monate deinen Körper und dein Verhalten und hin und wieder fühlst du dich vielleicht wie Ellen Ripley. Aber Mutter sein verändert deine Weltsicht und dein Selbstverständnis. Für immer. Glaubst du mir nicht? Warte. Vielleicht braucht es eine Weile, aber wenn alles gut läuft, dann packt es dich. Und der Clou des Ganzen: Dein altes Ich darf bleiben.</p>
<p>© 2010</p>
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